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Der Junge im Bus

Der folgende Eintrag ist schwere Kost. Wenn ihr was fröhliches Lesen wollt, muss ich euch von diesem abraten. Vielleicht ist er zu hart, aber ich musste meine Gedanken dazu loslassen.Heute ist mir etwas passiert, dass mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Ich weiß nicht, was ich anders hätte machen können, aber Tatsache ist, ich werde diesen Moment nie wieder vergessen.Ich war im Bus auf dem Weg nach Hause und habe einen Vater mit seinem vielleicht 1,5 - 2-Jährigen Sohn einsteigen sehen. Das Kind im Buggy, also eigentlich nichts außergewöhnliches. Ich war bald an meiner Bushaltestelle und bin bereits aufgestanden und stand neben Vater und Kind. Wie eigentlich immer lächelte ich das Kind an und es schaute mir eine Weile in die Augen bis es plötzlich seine Arme hob, um anzuzeigen, dass es auf meinen Arm wollte. Ich war so schockiert, dass ich als der Vater meinte, dass sein Kind scheinbar mit mir mitwollte nur lachend antworten konnte: "scheint so". Der Junge senkte seine Arme wieder und ich musste aussteigen. Die ganze Zeit überlege ich, was ich hätte machen können. Wie hätte ich dem Jungen helfen können? Und was ist mit dem Kleinen passiert, dass er nach einer Minute Blickkontakt zu mir auf den Arm will? Am Liebsten hätte ich ihn nicht nur auf den Arm genommen, sondern mit zu mir nach Hause genommen. Ihn so lange geknuddelt wie er will und ihm Geschichten vorgelesen und mit ihm gespielt. Ich bereue es zutiefst, dass ich nicht weiter im Bus geblieben bin und probiert habe mit dem Kleinen zu reden und ich zermater mir den Kopf darüber, wie ich ihm hätte helfen können. Wenn ich die Polizei gerufen hätte und gesagt hätte, dass ich das Verhalten des Jungen sehr auffällig finde, hätten sie das überprüft? Oder wäre es bei einem: ich hätte keine Beweise und ich würde den Jungen nicht mal kennen geblieben? Diese 3 Minuten heute haben mir mal wieder gezeigt, wie hilflos man in solchen Situationen ist, wie schlecht es teilweise Kindern geht und dass wir eine große Verantwortung den Kindern unserer Umgebung haben. Ich wünsche mir nichts sehnlicheres, als dem Kind zu helfen, einen Unterschied zu machen. Und doch ist es dafür zu spät. Ich hoffe, dass es diesem Kind gut geht und dass jemand anders reagiert als ich. Ich denke an die Kinder, die von den erwachsenen in ihrer Umgebung nicht beschützt werden. Ich weiß, dass ich ab heute ganz Besonders auf meine Umgebung achten werde. Ich konnte diesem Kind nicht helfen, aber vielleicht einem anderen.
11.11.15 23:08


CU weekend

Hey ihr Lieben,dieses mal möchte ich euch von meinem Wochenende mit der Christian Union Stranmillis erzählen. Wir haben so ne Art "Jugendfreizeit" in der Nähe von Enniskillen gemacht. Als ich wiederkam wurde ich von einigen gefragt, wie es war und als Antwort ist mir nur ein Wort eingefallen: Interessant! Das Wochenende hat auf jeden Fall Spaß gemacht, aber man muss sich doch sehr an die Art und Weise gewöhnen, wie Religion hier gesehen und auch ausgeübt wird. Die Leute unter euch, die schon mal in einer Freikirche waren verstehen wahrscheinlich besser als die anderen wie es hier ist. Die Gottesdienste sind sehr viel entspannter, es wird nicht so hochgestochen geredet und das Glaubensbekenntnis und Vater Unser werden nicht gesprochen. Die Gebete werden von einer Sekunde zur nächsten ausgedacht und die Lieder sind sehr Jesus verehrend. Als Zeichen, dass man Jesus verehrt und ihm sein Leben gegeben hat, steht man während der Lieder auf. Insgesamt also sehr unterschiedlich von unseren Kirchen, wo es doch traditioneller ist. Auch solche Sachen wie kein Sex vor der Ehe und auch erst nach der Hochzeit zusammenziehen, sind hier von großer Bedeutung, was ich doch sehr verwunderlich fand. Aber es ist auf jeden fall sehr interessant mit den Leuten hier darüber zu sprechen. Am Samstag waren wir dann noch bei Ticket Moo. Das ist eine kleine Farm, die sein eigenes Eis herstellt und Besuchern die Möglichkeit gibt zu sehen wie die Kühe dort leben. Man hat mir da eindeutig angemerkt, dass ich ein Stadtmensch bin, weil ich den Geruch echt nicht so toll fand und die meisten anderen sich überhaupt nicht daran gestört haben. Aber es war trotzdem sehr spannend und ich muss zugeben, dass ich noch nie so nah an einer Kuh dran war, wobei ich sie trotzdem nicht streicheln wollte. Gerade den Kindern, die da waren, hat es sehr gefallen die Tiere dort zu sehen und das Eis dort? Einfach top! Wobei es trotzdem nicht an das Eis von EisBlume rankommt.
29.10.15 22:11


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